Sarah Burrini

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Nackte Tatsachen…

Nov10
by Laburrini on November 10, 2011 at 06:00
Posted In: Blog

Heute gibts wieder einen beherzten Griff ins Archiv…

Und zwar möchte ich Euch heute mit ein paar Nacktbildern aus meiner Vergangenheit konfrontieren (sorry, ich hör gleich auf mit den Kalauern).

Hier sind: Silly&Cone: The Talking Tits!!!

“Warte mal!”, hör ich da jemanden von Euch sagen “…Die Comics sind doch auch auf Deiner Portfolio- Seite zu sehen. Was für ein Beschiss. Ich gehe jetzt und komme nie wieder zurück!”.

“Stimmt!” kann ich da nur entgegnen. Aber schaut her: einen der drei Comics gibts nicht im Portfolio- Bereich. Ausserdem kann ich noch was dazu erzählen. Und zwar die Geschichte der beiden beigen Gugelhupfe…

Silly&Cone sind, das ist ziemlich offensichtlich, zwei sprechende Brüste. Warum sie sprechen, kann ich nicht beantworten, ebenso wenig die Frage, warum eine der beiden Zigarre raucht. Die beiden Figuren sind mein allererster Ausflug in den Comicstripbereich. Veröffentlicht habe ich sie zum allerersten Mal 2001 (!) im Kölner Kostenlosfanzine “Cosmix”. Daraufhin sprach mich eine gewisse Redaktion einer gewissen Satirezeitschrift an und einige Zeit später erschienen die Comics als Stripform in der deutschen MAD.

Das war mein allerallererster bezahlter Comicjob. Ein Schritt in die Richtung, in die ich gehen wollte und dann auch noch für die MAD! Ich war sehr stolz und auch aufgeregt.

Und dann das. Ich habe es gehasst.

“Warum?!” höre ich da jemanden rufen. “Ich dachte, das war Dein Traumjob?! Das ist ja undankbar. Ich gehe jetzt und komme nie wieder zurück!”

Ja, ich kam mir damals auch undankbar vor. Ich hatte ein permanentes schlechtes Gewissen und immense Zweifel an meiner (noch zukünftigen) Berufswahl. Dabei wollte ich Comics zeichnen, seitdem ich 8 Jahre alt war. Was genau war also daran so hassenswert?

Ich konnte mir einfach keine Pointen ausdenken. Ich mochte die Figuren. Es war eine einfache Yin und Yang bzw. Dick&Doof- Konstellation. Damit sollten sich die Pointen eigentlich von selbst schreiben. Und ich brauchte nur EINE IM MONAT! Aber für mich kamen die Pointen so zäh daher wie türkischer Kaugummi.

Selbstzweifel machten mir die Arbeit schwer. Dauernd habe ich mich gefragt: “Kann ich zeichnen?”, “Ist das lustig?”. So lange, bis das Ganze keinen Spaß mehr machte und ich mir vorkam wie ein Betrüger, der sich in die MAD-Redaktion eingeschlichen hatte. Ganz schön nerviges Kopfkino. Als die Serie dann aufgrund von Leserumfragen eingestellt wurde, war ich eher so mitteltraurig. Eigentlich fühlte ich mich befreit. Und ich hatte mir geschworen nie nie nie nie wieder einen Comicstrip machen zu wollen.

Tja, das hat ja gut geklappt.

Umso überraschter war ich von dem Spaß, den ich 10 Jahre später beim Zeichnen der Ponyhof- Strips hatte. Es ist mir erst vor kurzem klar geworden, wie doof ich damals war und wieviel ich von mir selbst erwartet habe. Es kann nicht immer alles von Anfang an gelingen. Auch wenn das nach Omas Kalendersprüchen klingt. Aber manche Dinge brauchen wirklich Zeit, um sich zu entwickeln. Ich bin jetzt sicherer in meinem Handwerk und ich zweifele nicht mehr daran, dass ich Comics zeichnen will. Und kann. Das ist alles, was ich je tun möchte. Menschen unterhalten mit etwas, was mir Spaß macht.

“Boah ey!” höre ich da jemanden maulen “Das gab jetzt aber vollen Ausschlag auf dem Pathetik-O-Meter. Laaaangweilig. Ich gehe jetzt und komme nie wieder zurück.”

Jo. Stimmt. Dann ist das halt so.

… Bis Montag! :)

 

Heute gibts wieder einen beherzten Griff ins Archiv… Und zwar möchte ich Euch heute mit ein paar Nacktbildern aus meiner Vergangenheit konfrontieren (sorry, ich hör gleich auf mit den Kalauern)....

└ Tags: cone, mad, silly, talking tits
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Im Zoo

Nov03
by Laburrini on November 3, 2011 at 06:00
Posted In: Blog

Jawohl, Zo!

Damit Ihr nicht ganz ohne Donnerstags-Update auskommen müsst, hab ich mal wieder auf dem Burrinschen Dachboden gewühlt. Diesmal gibts wieder ein Frühwerk und zwar aus der Präponyhof- Ära! “Im Zoo” heisst der Dreiseiter. Alle Figuren sind schon dabei, nur hiess die Serie damals noch “Quarks” (fragt nicht warum) und meine eigene Figur hiess auch noch nicht Sarah. Damals habe ich sehr mit dem Format gehadert, dann kam ich zu den Strips und war superglücklich! Inzwischen würde ich mich gerne mal wieder eine längere Ponyhof- Geschichte auf ganzen Comicseiten wagen. Manche Dinge müssen sich halt entwickeln. ;)

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Jawohl, Zo! Damit Ihr nicht ganz ohne Donnerstags-Update auskommen müsst, hab ich mal wieder auf dem Burrinschen Dachboden gewühlt. Diesmal gibts wieder ein Frühwerk und zwar aus der Präponyhof- Ära!...

└ Tags: frühwerk, Kölner Zoo, quarks, zoo
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Fauler Zauber

Oct27
by Laburrini on October 27, 2011 at 06:00
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Aus dem staubigen alten Archiv der Burrinschen Horrorvilla habe ich extra für Euch heute ein ganz besonders antikes Stück Papyrus hervorgekramt.

Der folgende Comic ist wirklich sehr sehr SEHR alt, nämlich genau 10 Jahre! Ich habe ihn stundenlang in den urigen CD-Archiven gesucht, nur um festzustellen, dass sämtliche CDs sowieso nicht mehr zu lesen sind. Deshalb habe ich diesen Einseiter aus dem damaligen Fanzine eingescannt in dem er damals erschienen ist.

Trotz seines Alters und seiner gewissen Unausgereiftheit dachte ich, dass er gut zu Halloween und zur derzeitigen Story passt. Einer meiner ersten Comics, die ich überhaupt gemacht habe. Seht es als Zeitdokument!  (Anklicken zum Vergrößern)

Aus dem staubigen alten Archiv der Burrinschen Horrorvilla habe ich extra für Euch heute ein ganz besonders antikes Stück Papyrus hervorgekramt. Der folgende Comic ist wirklich sehr sehr SEHR alt, nämlich...

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Astrum Noctis- Preview

Oct20
by Laburrini on October 20, 2011 at 06:00
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Hallo Ihr lieben geduldigen Ponyhof- Leser,

momentan befinde ich mich auf Seite 31 von den 40 Seiten, die Astrum Noctis haben wird. Das heisst das ENDE ist in Sicht und deshalb möchte ich Euch heute zwei fertige Seiten vom Comic zeigen. Hier sind erst mal die Skizzen- Versionen. Die Seiten sind nicht hintereinander zu lesen, ich habe nur zwei beliebige aus dem Comic herausgepickt:

Die finale Version der Seiten sieht so aus:

Wie Ihr seht, ist eine der Seiten in Tusche, während die andere in Bleistift reingezeichnet ist. Das ist deshalb so, weil Florence, unsere Protagonistin, ab und an von Visionen heimgesucht wird. Um  zu verdeutlichen, dass man nicht in der Realität ist, haben wir uns dazu entschlossen diese Visionen in Bleistift darzustellen. Das war auf jeden Fall mal was anderes und hat auch viel länger gedauert als die getuschten Seiten. Ist ja auch klar, mit Tusche muß ich nicht eine Fläche sorgsam ausschraffieren, sondern kann einfach das Tuschefaß drüberkippen und fertig ist die Seite. :D

Zum Tuschen benutze ich meinen heißgeliebten Winsor&Newton Series 7 Pinsel, der auch beim Ponyhof zur Geltung kommt. Die Pinsel sind nicht ganz billig, aber ich habe das Gefühl, dass sie die Arbeit fast wie von alleine machen. Die Hintergründe zeichne ich mit einem Set von Finelinern in verschiedensten Größen (aus der Deleter- Reihe). Auf der ersten Seite habe ich für den Boden im ersten Panel den “dry brush”- Effekt benutzt. Dabei benutzt man den schon fast ausgetrockneten Pinsel, der nur noch sehr wenig Tusche drauf hat. Ich find das ganz toll für Effekte auf rauherem Papier, ansonsten mache ich radikale schwarze Flächen.

Ein Meister der Schwarzflächen, den ich mir im Zuge meiner Recherchen lange angeschaut habe, ist der bekannte amerikanische Comiczeichner Bernie Wrightson. Kein Wunder, dass der Mann auch für viele Horror- Comics eingesetzt wurde (Swamp Thing, Frankenstein, The Black Cat usw.). Bei so viel Virtuosität muß ich erst mal meine Kinnlade vom Fußboden einsammeln.

Eine knifflige Herausforderung auf der unteren Seite war sicherlich die optische Täuschung, die in dem Comic noch öfters auftaucht. Selbst das Abpausen durch den Leuchttisch war dabei nicht ganz einfach, denn auch eine optische Täuschung muss in sich logisch sein…

Sicher werden jetzt einige sagen: Ich mag die Bleistiftseite lieber. Andere mögen die Tuscheseite lieber. Ich für meinen Teil mochte die Abwechslung sehr und hatte deshalb bei beiden meinen Spaß. Und Handkrämpfe. Aber das ist ein anderes Thema…

So, und jetzt muß ich weiter gen Seite 40 galoppieren!

Habt nen guten! :)

 

Hallo Ihr lieben geduldigen Ponyhof- Leser, momentan befinde ich mich auf Seite 31 von den 40 Seiten, die Astrum Noctis haben wird. Das heisst das ENDE ist in Sicht und...

└ Tags: astrum noctis, layout, seiten, tusche
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Astrum Noctis- Background Design

Oct13
by Laburrini on October 13, 2011 at 06:00
Posted In: Blog

Herzlich willkommen wieder mal bei Dr. Burrinis Making Of- Stunde. Heute möchte ich Euch etwas zum Thema Background Design zeigen.

Astrum Noctis soll, wie schon erwähnt in einem Eliteinternat in der Schweiz spielen. Dieses war früher mal eine Abtei und liegt auf einem Hügel in der Nähe der Stadt Genf.

Bevor Ihr jetzt zu Googlemaps rüberklickt, kann ich Euch verraten, dass es diese Abtei nicht gibt. Man kann sich natürlich stark an der Realität orientieren, wenn man will, aber dieser Comic ist immer noch fiktiv. Es besteht keine Notwendigkeit 1:1 die Realität nachzuzeichnen. Den Standort der Abtei habe ich also erfunden.

Wonach ich wirklich länger gesucht habe, ist eine Abtei, die mich inspiriert. Mir fehlen leider die architektonischen Fähigkeiten selber mal schnell eine zu entwerfen, aber zum Glück haben das ja schon ein paar Leute vor mir getan. Hier ein paar Abteien, die ich mir angeguckt habe.

Kloster Lucedio in Piemont (da wo die krassen Kirschen herkommen), bekannt für zahlreiche Spukgeschichten

Kloster Bebenhausen in Badem- Württemberg

Abbazia Monte Oliveto in der Toskana

Palazzo Ducale in Urbino

Irgendeine Abtei aus dem Computerspiel “Die Abtei”

Ja, man nimmt wirklich ALLES für seine Inspirationen. Selbst zum x-ten Mal “Der Name der Rose” zu gucken, gehört dazu. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich letztendlich nicht die eine perfekte Abtei für meine Geschichte finde und deswegen Elemente aus den Abteien kombiniere. Danach habe ich mich an Inspirationsskizzen gesetzt. Dabei habe ich Details aufgezeichnet, sowie einen fiktiven Lageplan zur Orientierung. Auch wenn ich die Zeichnungen so nicht im Comic verwende, helfen sie mir ein Gefühl für die Umgebung zu bekommen.

Irgendwann habe ich mich an einen detailreicheren Entwurf gesetzt und Elemente kombiniert. Dabei habe ich die Statue des Grafen Dénoirdieu, der in der Vergangenheit des Klosters eine entscheidende Rolle spielt in den Klosterhof positioniert. Das war BEVOR ich mich mit den Geheimnissen von Perspektive auseinandergesetzt habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch nicht wirklich weiß, was ich tue und  Fluchtpunkte und Horizontlinie in fröhlicher Anarchie ein wildes Festchen auf dieser Zeichnung feierten. Mehr als anderthalb Jahre später habe ich endlich ein paar Comicseiten mit der Abtei gezeichnet. Die vorangegangenen Entwürfe haben mir tatsächlich viele Erfahrungen erspart, die ich sonst erst im fertigen Comic gemacht hätte. Nichts von den Entwürfen war umsonst. In meinem Unterbewusstsein ist viel hängengeblieben über das Wesen von Abteien an und für sich, die Wichtigkeit von Perspektiven und ich bin sicherer geworden in dem Umgang mit dem unbekannten Architekturobjekt. Aber eine wichtige Sache, darf man echt nicht vergessen: Man darf sich nicht in der Recherche verlieren!

Die Recherche darf nicht irgendwann zur Falle wird und einen daran hindern mit der richtigen Arbeit loszulegen. Man wird wahrscheinlich nie 100&ig zufrieden sein, damit muß man leben als Kreativer. Hier ein Bild der Abtei aus einer aktuellen Comicseiten.

Ich habe jetzt jedenfalls keine Angst mehr vor der unheimlichen Abtei. HA! In your face evil abbey!

So, ich hoffe, es war was Informatives dabei für Euch in diesem Eintrag! So long! :)

Herzlich willkommen wieder mal bei Dr. Burrinis Making Of- Stunde. Heute möchte ich Euch etwas zum Thema Background Design zeigen. Astrum Noctis soll, wie schon erwähnt in einem Eliteinternat in...

└ Tags: abtei, astrum noctis, background design
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3. Juli: 14-15 Uhr Bonner Comicladen, Bonn/
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