Chapter: Das Leben ist kein Ponyhof

Löffeltrick

Ciao amici! 
Jetzt ist es raus. Die “Löffeldreingabe” bei Spaghettigerichten in Deutschland ist eine Schmach für Menschen italienischer Herkunft, denn diesen bekommen laut Tradition nur Diejenigen, die mit dem Spaghettidrehen per Gabel nicht umgehen können. WAS NATÜRLICH NICHT SEIN DARF, ALS ECHTE/R ITALIENER/IN!!!!
Scherzi aparte… Natürlich soll jeder Mensch seine Spaghetti so essen, wie er mag (von mir aus auch mit Ketchup, auch, wenn ich dann etwas weinen muss), aber das Meme “Italians getting mad at food” muss aufrecht erhalten werden. :D
Und damit wünsche ich Euch noch ein schönes Woche, ich bin, wenn Ihr das lest wahrscheinlich gerade auf dem Rückflug vom diesjährigen Thought Bubble Festival.

The Circle Of Nostalgia

Hey hey sehr geehrte Leserschaft!,

heute mal kein großer Text dazu, weil ich immer noch etwas platt bin von der “Langen Nacht der Museen”, die war nämlich wirklich etwas lang. :D Vielen Dank an alle, die zu meinem Werkstattgespräch im Cöln Comic Haus gekommen sind!

Hinter mir auf diesem Foto seht Ihr übrigens die fantastisch aufbereiteten Stellwände der Max-und Moritz-Preisträger-Wanderausstellung, kuratiert von Darjush Davar. Ich hoffe, dass die Ausstellung nächstes Jahr dann auch in Gänze nach Köln kommen wird.

Diese Woche geht’s dann erstmal zur Thought Bubble Convention in England! Ich werde berichten. :D

Schwamm drüber

Hey hey liebe Leserschaft!

Und hier ist die neue Nerd Girl-Folge für Euch! Falls Ihr die Folge davor noch einmal lesen wollt, empfehle ich Euch den Link zu dieser Seite. Leider macht das Comic Easel Plugin Probleme, was das Wechseln zwischen Ponyhof&Nerd Girl angeht, deswegen kriege ich das momentan nicht anders gelöst. Wir befinden uns auf der Ziellinie zur Auflösung, was die Erzählung angeht. Ich hoffe, ich kann mich gleich an die nächste Episode setzen. Und ich hoffe, Ihr habt Spaß beim Lesen und ich wünsche Euch schon mal eine tolle Woche!

Und nicht vergessen, am nächsten Samstag gibt es eine Veranstaltung im Cöln Comic Haus während der Langen Museumsnacht an der ich teilnehme. Würde mich freuen, die ein oder andere Nase von Euch zu sehen! :)

Künstlerbeschimpfung

Ciao amici,

wie Ihr eventuell mitbekommen habt diese Woche gab es in der Social Media-Welt Kritik zum Literaturnobelpreis an Peter Handke. Dieser reagierte sehr ruppig, was ein gewisses Bild von ihm komplettierte (hier nachzulesen). Das bringt mich dazu über alte Stereotypen nachzudenken, besonders das des “exzentrischen Künstlers”.

Exzentrik bedeutet ein Abweichen von einer sozialen Norm und diese Definition ist natürlich so schwammig, dass man damit auch das Tragen eines riesigen glitzernden Hutes im Alltag ausserhalb von Karnevalszeiten meinen kann oder das Gassigehen mit einem Ameisenbär in Paris. Das wird gerechtfertigt damit, dass Künstler*innen oft die Aufgabe innerhalb der Gesellschaft tragen soziale Normen zu hinterfragen. An und für sich eine wichtige und nötige Aufgabe, aber man kann sich schon bei der Selbstinszenierung (die auch immer eine Rolle spielt) mit dem Ameisenbären fragen, ob der das wirklich so toll fand bei diesem Aufbrechen von sozialen Normen dabei zu sein oder ob er lieber seine eigene soziale Norm genossen hätte, um ihm Wald nach Ameisen zu schnubbeln.

Und hier fängt das Problem an: Unter Künstler*innen befindet sich ein Anteil an Menschen, die soziopathische Persönlichkeitsteile in sich tragen. Unter dem Deckmantel der Exzentrik lässt sich dann wunderbar auch missbräuchliches Verhalten verstecken, und zwar nicht nur gegen Ameisenbären, sondern anderen Menschen. Wenn der/die Künstler*in erstmal einen hohen Status erreicht hat, wird er/sie immer unantastbarer und das missbräuchliche Verhalten weniger bis gar nicht geahndet. Wie bei vielen anderen Persönlichkeiten, die sich eine gewisse Machtposition in der Gesellschaft geschaffen haben. Die eigene Arschlochigkeit (verzeiht, ich bin halt keine Literaturnobelpreisträgerin) wird legitimisiert und letztendlich auch ein Stück weit die Positionen, die man damit vertritt.

Und da muss es Grenzen geben und genauer differenziert werden. Das Relativieren von Kriegsverbrechen durch Milošević ist nicht auf einer Stufe zu sehen wie das Tragen eines grossen glitzernden Hutes. Es ist möglich, dass es keine allgemeingültige Grenze dafür gibt, sondern dass man diese für jede*n Künstler*in neu ausloten muss. Sicher nicht immer eine leichte Aufgabe, aber… Das Leben ist kein Ponyhof (sorry, der musste sein!). Im Ernst: Auch, wenn es anstrengend ist, sollten wir es wenigstens versuchen, denn es ist für uns alle von Vorteil, wenn wir nicht in einer Gesellschaft leben, in der nur das Recht des Stärkeren herrscht.

In dem Sinne, wünsche ich Euch noch eine entspannte Woche!

Und hier noch schnell ein Veranstaltungstipp:

Am Samstag, 02. November 2019, 22:30 Uhr gibt es im Rahmen der Museumsnacht Köln ein Werkstattgespräch mit mir, Tillmann Courth, Darjush Davar um 22:30 im Cöln Comic Haus. Hier findet Ihr einen Überblick über die weiteren Veranstaltungen an diesem Tag. 

 

Rote Liste

Hey Ihr Lieben,

heute wieder ein kleiner Ausflug (pun intended) in politische Gebiete. Als sich wirtschaftlich nicht in einer absoluten Notlage befindender Kulturschaffender sollte man sich meiner Meinung nach gut überlegen, wem man zuarbeitet. Und wenn man sich doch bewusst dazu entscheidet für menschenfeindliche Vereinigungen zu arbeiten, kann man sich nicht darüber wundern, dass die Begeisterung dafür ausbleibt. Nun ja, mein Wort zum Montag. Ich wünsch Euch noch eine schöne Woche! :3