Chapter: Das Leben ist kein Ponyhof

Love your selfie!

Moin!

Ich muss sagen, ich mag Instagram als Plattform ja eigentlich (jetzt mal abgesehen davon, dass es Teil eines intransparenten amerikanischen Grosskonzerns ist), weil es so auf das Visuelle konzentriert ist. Insofern ist es für mich die beste Social Media Plattform, was Bilder angeht. Aber auch das erfolgreiche Posten von Artwork unterliegt in der Instagram-Welt einer bestimmten Art der Inszenierung. Am Wichtigsten scheint eine Konsistenz im Stil zu sein und einen gewissen “Mood” zu vermitteln, indem man nicht nur das erstellte Artwork zeigt, sondern dieses mit der umliegenden Lieblingstopfplanze, dem Lieblingskaffee und den Liebingstuscheflecken zu einer gemeinsamen Komposition aufbereitet. Find ich alles vollkommen legitim, auch wenn ich mich diesem vermeintlichen Erfolgsrezept nicht automatisch unterwerfen will. Man sollte sich vielleicht nur darüber im Klaren sein, dass das dabei entstandene Bild ein komplett neues eigenes Kunstwerk darstellt, als wenn man nur die Zeichnung posten würde.

In dem Sinne schicke ich Euch ein fröhliches Duckface in Richtung neue Woche!

Melodien für Neuronen

Moinseeeen,

dieser Comic wurde inspiriert von einem Tweet von Kollege Ruthe. Musste sehr lachen beim Hören des Liedes, besonders, was die Lyrics angeht.

Zu “Recherchezwecken” (neeein, auf keinen Fall zur Prokrastination, wie kommt Ihr drauf?!) habe ich über einen Webgenerator (ja, das ist keine wirklich KI, sondern eher eine Gag-Seite) heute dann auch zwei Songs “getextet”. Einmal einer im angeblichen Justin Bieber-Stil namens “If I was your beautiful boy” und “Grüne Beine Hip Hop“. Wollte ich Euch nicht vorenthalten, auch wenn ich Euch stark ermutigen möchte Eure  Lebenszeit vielleicht doch auf etwas, äh, Wertvolleres zu verwenden. xD

Und damit wünsch ich Euch noch ne großartige Woche!

Zaunkönig

Hey hey,

dieser Comic ist gültig vor und nach der Europawahl und ich nehme mir die Freiheit nichts weiter dazu zu erklären. :D

Bevor Ihr fragt: Ngumbes Büchertipp GRM von Sibylle Berg habe ich noch nicht gelesen, aber Ngumbe empfiehlt es aufgrund der Thematik. Insofern bin ich sehr neugierig.

Und damit wünsche ich noch eine schöne Woche!!!

Zehn

Hi liebe Leser!

Wie konnte es bloss so weit kommen? :D

Wenn man mir am 18.05.2009 gesagt hätte, dass ich diesen Strip für die nächsten 10 Jahre zeichnen werde, hätte ich es natürlich nicht geglaubt.

Und dass ich damit mal ernsthaft Geld übers Internet verdienen würde, darüber hätte ich sicherlich erstmal ein bis zwei Stündchen ungläubig gelacht.

Für mich war der Ponyhof damals eigentlich nur ein “Eisbrecher”, um überhaupt mal regelmäßig Comics zu zeichnen. Es gab keinen Plan, kein durchdachtes “High Concept” und keine festgesteckten Ziele.

Und jetzt ist es plötzlich 10 Jahre später und einerseits kommt es mir so vor, als hätte ich nur kurz geblinzelt, andrerseits ist so viel passiert in diesen 10 Jahren, dass ich es selbst gar nicht mehr zusammenbekomme.

Es gab immer wieder ein paar formale Experimente, angefangen mit dem Zeitungsstrip-Format, das heute nicht mehr wirklich viel Sinn ergibt bis hin zum Social Media-tauglichen quadratischen Format. Und auch inhaltlich habe ich etwas rumprobiert von Storylines bis zu eigenen Spin-Offs wie jetzt Nerd Girl.

In dieser Zeit gab es für mich kleine und große Meilensteine, wie meine Veröffentlichungen zuerst beim Zwerchfell Verlag und anschliessend bei Panini, diverse Auszeichnungen wie den Max- und Moritzpreis, Release-Partys, Signierstunden, Lesungen usw.

Natürlich gab es auch die obligatorischen Tiefen wie kreative Krisen, Zeitdruck oder die schief gelaufene Printveröffentlichung bei Panini.

Und wer hat mir all das durchgehen lassen?

Ihr Leser!

Schon klar, einige von Euch haben erst später angefangen den Ponyhof zu lesen. Andere sind tatsächlich von Anfang an dabei. Und natürlich gab es auch Leser, deren Geschmack ich irgendwann nicht mehr getroffen habe, was vollkommen verständlich ist.

Aber der Ponyhof hatte immer Leser und manchmal konnte ich das selbst nicht glauben, bei meiner intuitiven (andere sagen “planlosen”) Herangehensweise und dem eckigen Humor, der es knifflig macht den Ponyhof genau einzuordnen.

Ich merke immer wieder, was für einen Rückhalt Ihr mir gebt, ob auf Patreon oder bei Live-Begegnungen auf Messen. Ich freue mich immer über den konstruktiven Austausch, Euer Feedback und über den generellen positive Tenor. Auf der Comic Invasion in Berlin fiel mir wieder auf wie wohl ich mich größtenteils einfach fühle mit meiner Leserschaft. Das halte ich nicht für selbstverständlich.

Deshalb möchte ich Euch danken, dass Ihr diese Reise mit mir mitgemacht habt.

In diesem Jahr wird es auf jeden Fall noch Nachrichten geben zu einer weiteren Printsammlung. Und auch Nerd Girl wird weitergehen. Und wer weiß, wohin die Reise noch so geht. Ich bin jedenfalls irre dankbar, dass Ihr da seid und den Ponyhof lest!

In grosser Dankbarkeit, 

Eure Sarah

☆’.・.・:★’.・.・:☆’.・.・:★

Tipps

Hey hey Ihr Lieben,

tja, heute verarbeite ich mal Sprüche, die mir von Betroffenen von Depressionen zugespielt wurden. Nur wenige Leute, die sich nicht explizit damit auseinandersetzen, wissen, dass auch Aggressionen und Wutausbrüche ein Teil von Depressionen sein können. Gerade bei Männern kommt das vor (mir liegt leider keine Studie vor, die besagt inwiefern Elefanten betroffen sind). Die Gründe dafür sind unterschiedlich, liegen oft in einem mangelnden Selbstwertgefühl, aber auch die Umwelt spielt eine große Rolle. Ich erlebe es immer öfters in meiner Branche, dass Menschen eine große Stressresistenz abverlangt wird und auf die Sensibilitäten von Betroffenen nicht eingegangen wird. Stattdessen wird die “mangelnde Fähigkeit” zur Anpassung immer noch kritisch beäugt und man wird mit gut gemeinten Tipps bombardiert. Natürlich wäre es das seelisch ausgeglichenste, wenn man auf diese Ratschläge ruhig reagieren könnte… Aber es liegt eben auch am Krankheitsbild, dass man das nicht unbedingt immer kann.

Der sympathische Jules (vielen bekannt als Mitglied des Rumble-Pack und AnyTime Latenight-Podcasts) hat aus seinen Erfahrungen ein Buch gemacht, welches ich Euch ans Herz legen möchte. Und auch meine Kollegin Daniela Schreiter (aka Fuchskind) beschreibt in ihren Comics und Cartoons öfters ihren Kampf mit dem “Black Dog”.

Habt eine wunderschöne Woche!