Hier beginnt die gruselige Storyline!

Ob große Explosionen immer die richtige Antwort auf alle Probleme sind? Ich wage es zu bezweifeln…

Yay, ich hatte ein sehr schönes Wochenende, denn ich war am Samstag in der Pixar- Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn. Davor hatte ich noch das Glück an einem verfrühten Screening von Brave teilzunehmen! Man kann nicht sagen, dass meine Augen an diesem Tag kein Futter bekommen haben.

Mein kurzes Fazit zu Brave: Wunderwunderschöne Visuals, tolle Animationen (die Haare!!) und ein sehr bezauberndes Setting. Leider scheint 3D-Kino bei mir aber folgenden Nachteil zu haben… Ich penne immer ein. Das ist mir schon bei The Avengers so passiert. Irgendwann nach etwas mehr als einer Stunde werden meine Augen schwer und ich schaffe es nicht sie aufzuhalten. Insofern scheue ich mich ein finales Fazit zum Film zu ziehen, da ich während der entscheidenden Kampfszene am Ende meine Augen “ausgeruht” habe. Vorsichtig behaupte ich, dass mir die Story des Films wesentlich weniger mitgerissen hat als die Optik. Leider.

Die Pixar-Ausstellung kann ich uneingeschränkt empfehlen! Wow, was für eine liebevolle Aufbereitung!! Selbst “Laien”, die keine Ahnung von Trickfilm haben, haben nur die Möglichkeit mit offenem Mund aus der Ausstellung rauszukommen. Es gibt jede Menge Zeichnungen, Charakterstudien, Statuen, Farbstudien, sowie Kurzfilme zu sehen als auch eine filmische Aufbereitung der Concept Art und das unglaubliche Zoetrop (klickt diesen Link nicht an, wenn Ihr Euch in der Ausstellung überraschen lassen wollt!).

Am Meisten hat es mich beeindruckt wie viel Zeit und Mühe in die Vorarbeit des Films investiert wird. Man sieht deutlich, dass sich durch die vielen unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen in der Concept Art die “Welt” des Films entsteht. Oftmals finde ich einzelne Skizzen auch viel spannender und mutiger als die glattgebügelten finalen Entwürfe. Den Künstlern wird die Möglichkeit gegeben sich kreativ zu entfalten, ohne das man strikt auf die Verwendbarkeit im Endprodukt hinarbeiten muss. Zumindest wirkt es so auf mich. Natürlich weiß ich auch, dass es in den allerwenigsten Animationsstudios so zugeht. Dazu sind die Animationsbudgets oftmals viel zu begrenzt.

Natürlich freue ich mich auch besonders die vielen 2D-Zeichnungen zu sehen, die man nach wie vor auch für die Konzeptionierung eines 3D-Films braucht. Auch wenn Pixar die unbestrittenen Meister der 3D-Animation sind, vermisse ich die klassische Zeichentrickanimation. Die zweidimensionale Bleistiftlinie verfügt für mich immer noch über eine Kraft und eine Dynamik, die 3D für mich bisher noch nicht ersetzen konnte. Vielleicht liegt es daran, dass der Weg von Kopf zu Bleistift immer noch direkter ist, als der Weg von Kopf zu Monitor zu Werkzeug im 3D-Animationsprogramm? Für mich geht in der 3D-Animation im Vergleich zu 2D ein Stück Ausdrucksstärke verloren. Aber das ist bei Pixar definitiv Jammern auf hohem Niveau.

Ich bin deshalb gespannt auf den neuen Disney- Kurzfilm “Paperman“, der als Vorfilm zu “Wreck-It Ralph” (ein echtes Tribut an Videospiele!) laufen soll.

Jetzt ist der Blogeintrag doch etwas länger geworden als erwartet. :)

Schönen Montag wünsche ich Euch noch!