Tag: comic

Würgtastic

Und so ist es fast vollbracht. Ich muss nur noch 6 Seiten Gedärme tuschen, dann hab ichs fast geschafft und muss nicht mehr durch eine Tüte atmen. Das Widersinnige dahinter ist, dass ich Splatter- Horror- und Zombiefilme und -Comics liebe, obwohl mir davon schlecht wird. Oder vielleicht gerade weil? Für mich sind Horror und Humor gar nicht so weit voneinander entfernt. Beides lebt davon, dass man nach Momenten der größtmöglichen Anspannung eine “Entspannung” erlebt, die entweder in einem Lacher oder einen Schrei münden. Warum mir dieses Spiel mit meinen Gefühlen so sehr gefällt, kann ich nicht genau sagen. :)

Nun zu etwas komplett anderem. Ich habe einen Web- und Printcomic-Tipp.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Werk meiner Kollegin Fuchskind erst seit kurzer Zeit kenne. Keine Ahnung, wie das passieren konnte, aber ich bin begeistert.  Daniela ist Asperger-Autistin und genau darum geht es sowohl in ihrem Webcomic, als auch in ihrem bei Panini erschienen Hardcover-Band “Schattenspringer“.

SCHATTENSPRINGERWIEESIST2CANDERSZUSEIN_Hardcover_292 Ich verfüge lediglich über ein profundes Halbwissen zu dem Thema und habe mich sehr darüber gefreut, dass es jetzt dazu einen Comic gibt. Die Zeichnungen sind einfach zum Knuddeln und tragen viel dazu bei, dass sich eine sofortige Empathie mit der Hauptfigur einstellt. Viele Schilderungen, besonders die aus der Kindheit kamen mir unheimlich bekannt vor, dennoch schafft es Daniela aufzuzeigen, wo der Alltag als Autist sich grundlegend vom Alltag eines Nicht-Autisten unterscheidet. Dabei ist sie nie zu trocken oder auf-die-Tränendrüse-drückend, sondern einfach total unterhaltsam. Ich würde den Comic  jedem empfehlen, der sich für Menschen interessiert. Schliesslich wohnen wir alle zusammen auf einem Planeten und es kann mitunter sehr nützlich sein zu verstehen, warum jemand so tickt, wie er tickt. Das führt zu weniger Missverständnissen. So, und bevor ich jetzt “Imagine” von John Lennon anstimme, wünsche ich Euch nen schokoladigen Ostermontag! Ich kann noch nicht versprechen, obs an diesem Donnerstag wieder einen Donnerstagscomic gibt. Aber ich beeil mich. :)

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Grafische Romane

Es ist jetzt schon etwas länger her, seitdem der Begriff “Graphic Novel” Einzug in die Comicwelt gehalten hat.

Was sind “Graphic Novels?”

Der derzeitige Flyer von www.graphic-novel-books.com erklärt, Graphic Novels seien “…nichts anderes als Comics, nur eben keine Serien, eher Romane, Erzählungen in Bildern, die sich vor allem inhaltlich von dem Absetzen, was die Leute üblicherweise mit Comics verbinden und deshalb eben auch nicht unbedingt komisch sein müssen oder nur etwas für Kinder oder den typischen, meist männlichen Sammler mittleren Alters…”.

Diese Erklärungen macht deutlich, worum es eigentlich wirklich geht: Comics haben ein Imageproblem.

Das ist ja auch nichts Neues. Wie oft habe ich mich früher in Erklärnot auf Partys gefühlt, wenn Leute mir entgegenwarfen, Comics seien Trash, Kinderkram oder was für Sonderlinge, die nicht mit der Realität klarkommen. Dann habe ich in Verteidigungsmodus immer gepredigt , dass Comics dieselbe Bandbreite besitzen wie andere Medien auch: Es gibt genauso einen “Land der Raketenwürmer” wie einen “Panzerkreuzer Potemkin”. Aber diese Erkenntnis kam nie so richtig in der (deutschen) Öffentlichkeit an. Und wenn der Buchhandel daraus resultierend jahrelang “aus Prinzip” keine Comics einkauft, haben die Verlage und die Macher ein Problem.

Insofern ist der Begriff “Graphic Novel” garantiert mehr als Augenwischerei. Obwohl es mir persönlich nicht wurschter sein könnte, ob das, was ich lese Comics, Graphic Novels, oder Papier-O-Mat 3000 heisst, geht das Konzept auf. Plötzlich reisst das Feuilleton sich um Habibi, aus Spartenverlagen wie Reprodukt werden plötzlich Buchhandelslieblinge und auf Partys werde ich gefragt, ob ich auch Graphic Novels mache.

Es ist eigentlich sehr schade, dass man das Interesse für dieses Medium nur dadurch wecken konnte, indem man denkt es zu etwas Elitärerem erheben zu müssen. Das eigentliche Problem, dass man als Mensch oft nicht bereit ist über den eigenen Tellerrand zu gucken, ist damit nicht unbedingt behoben. Keiner kann es verhindern, dass der Begriff “Graphic Novel” auch inflationär benutzt werden wird, bis man sich irgendwann vielleicht wieder auf eine neue unbefleckte Wortkreation einigt.

Solange freue ich mich über jeden Leser, Zeichner und Verleger mehr, den die “Graphic Novels” zu einem glücklicheren Menschen gemacht haben. Das macht mich zu einem glücklicheren Comiczeichner.

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Comic Con Prelude

Halloooooo!!!

Lang nicht mehr gesehen, wa?

Ich bin zwar immer noch nicht zurück aus den USA, aber ich habe die Möglichkeit im wunderschönen Periscope Studio, in Portland, Oregon an neuen Strips zu arbeiten. Und zwar sozusagen unter der Aufsicht von Profis.

Aber, erst mal von Anfang an…

Danke an die grossartigen Gaststripzeichner!!! Wie immer habt ihr meinen durchgesessenen Zeichnerhintern gerettet und ich bedanke mich von Herzen für die liebevollen Arbeiten! *freu*

Wie Ihr unschwer anhand des heutigen Comics erkennen könnt, war ich tatsächlich auf der berühmten Comic- Con in San Diego. Und tatsächlich stimmen auch die hier aufgeführten Unzulänglichkeiten in meinen Vorbereitungen. Mit meinem 1A- Sonnenbrand konnte ich ja noch umgehen (*puder*), aber so krasse Blasen hatte ich noch nie an meinen Füssen. Am Samstagmorgen kam ich noch nicht mal von meinem Zimmer zum Bad. Doch Kollege Schlierkamp bandagierte mich so zurecht, dass ich doch noch einen ergiebigen Tag auf dieser wahnsinnigen Messe verbringen konnte. Danke dafür Martin! :D

Alles in allem hats mir sehr gut gefallen. Meine Wahrnehmung ist noch nie so sehr an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazität gekommen. Ich habe Wonder Womans in allen nur möglichen Grössen gesehen.

Ich hab Euch auch ein paar Fotos mitgebracht. Mehr zu meinem USA- Aufenthalt und den restlichen Stationen Los Angeles und Portland gibts in den nächsten Posts! :)

See ya, guys!!!

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Statement

Huhu Leser!

So, das Wochenende ist vorüber, der Tag des jüngsten Gerichts (die Seite meint das ernst, oder?) erfolgreich überstanden und bis zur eigentlichen Apokalypse gibt es ja zum Glück noch ein kleines Zeitfenster, was man sinnvoll nutzen kann.

Zusammen mit Kollege Mario Bühling von Katzenfuttergeleespritzer haben wir diesen Tag zugleich genutzt, um passende analoge Spiele dazu zu spielen. Zuerst Munchkin, ein sympathisches Fantasy- Rollenspiel- veräppelndes Kartenspiel, was von John Kovalic, dem Zeichner von Dork Tower illustriert wurde. Ich hab natürlich nicht sofort alle Regeln kapiert, fands aber trotzdem sehr lustig, vor allem, wenn solche tollen Gegenstände wie “Geiler Helm” erworben werden können oder man gegen den Weihnachtsmann kämpfen muss.

Weiter gings mit dem fröhlichen Weltuntergangsspiel Pandemie, was kein wirklich kompliziertes Spielprinzip hat. Man spielt im Team als Forscher, Wissenschaftler, Ärzte usw. gegen das Spiel und muß die Ausbreitung einer Pandemie verhindern, die sich rasend schnell von Stadt zu Stadt, Kontinent zu Kontinent ausbreitet. Würde viel mehr Spaß machen, wenn man eine reale Chance hätte. Scheint so, als ob man es entweder nur sehr leicht (mit Arzt im Team) oder total schwer (ohne Arzt) spielen könnte.

Eigentlich Höhepunkt war aber Arkham Horror, ein Brettspiel zu den literarischen Werken von H.P. Lovecraft, rund um Dämonen, Monster und Toren zu anderen Dimensionen. Auch hier spielt man als Team gegen das Spiel bzw. die Monster, die durch die Tore kommen. Wenn wir Mario nicht gehabt hätten, hätten wir wahrscheinlich schon allein 4 Stunden über dem Regelwerk gesessen… Aber es lohnt sich! Die eigentliche Rezension des Spiels überlasse ich Mario.

Letzterer hat übrigens endlich eine wunderschöne Printkollektion seines Webcomics herausgebracht, die Ihr ab sofort bestellen könnt.Ich hab mein Exemplar schon und kanns echt empfehlen. Als Freund popkultureller Anspielungen bin ich da sehr auf meine Kosten gekommen. :)

P.S.: Übrigens, damit Ihr Euch nicht wundert: Ich bin jetzt im Amazon- Partnerprogramm dabei. Da ich hier eh andauernd Sachen empfehle, dachte ich, könnte es den Ponyhof ja auch unterstützen- Aber keine Angst: Ich empfehle nichts, was ich selber nicht gut finde!

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Drama Queen

… Wie man sich selber gut im Weg stehen kann, das weiß man Cartoon Alter Ego anscheinend genau… Natürlich bin ich da im wahren Leben gaaaaanz anders (seufz).

Was gibts Neues in Sariland? Ich hab beim Gratis-Comic-Tag ausserdem wieder mal etwas von Modern Tales lieb gewonnen. Polly und die Piraten ist von demselben Zeichner, der auch Courtney Crumrin erschuf und macht genau den gleichen charmanten Eindruck. Wunderschön gezeichnet, humorvoll und ein Schuss Piraten ist alles, was ich brauche für einen gelungenen Lesespaß! Es ist zwar kindertauglich, aber nicht nur etwas für Kinder. Das eine schliesst ja das andere nicht aus. Bei mir hat das Gratisheft jedenfalls wunderbar funktioniert und ich werde mir garantiert den ersten Band holen!

Achso, ausserdem wollte ich den Comiczeichnerwerdenwollenden von Euch noch dringend vom Comic Seminar in Erlangen erzählen!!! Dieser einwöchige Zeichenkurs wird jedes Jahr in Erlangen gegeben und dieses Jahr von den Profis Uli Oesterle und Reinhard Kleist geleitet. Vor genau 10 Jahren(!!!) habe ich selber daran teilgenommen und danach war mir ein für alle Mal klar, dass ich Comiczeichnerin werden will. (Eine Woche danach begann meine öde Ausbildung als Mediengestalterin, was für ein Downer). Mich hats jedenfalls sehr motiviert damals.

 

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