Ihr wollt die Geschichte von vorne lesen? Klickt hier!
Wie Ihr seht, interessiert es doch mehr Leute als vermutet, dass der unser Grauer so schnell wie möglich frei kommt!
Damit Ihr auch etwas dafür tun könnt, gibt es bereits den Ritterschlag unter den gemeinnützigen Aktionen: eine Petition bei Facebook!!!
Wenn Ihr gegen Ngumbes unwürdige Lebensumstände protestieren wollt, unterstützt “Free Ngumbe” und werdet Mitglied.
Je mehr Mitglieder, desto eher kommt er frei!!!
Es gibt sogar einen Spendenbutton! Nein, im Ernst, der ist für mich. Als Konsequenz aus der Diskussion um “Webcomics&Knete” habe ich den Button in der linken Sidebar eingerichtet. (An alle Comicpressuser: wie ändert man die BG-Farbe eines einzelnen Widgets??)Wenn Ihr den Ponyhof unterstützen wollt, könnt Ihr per Paypal ab jetzt einen Betrag Eurer Wahl spenden und kommt dann auf eine Seite mit Wallpapern, Extracomics u.ä.
Ich werde das in die Buttons und Transparente zur “Free Ngumbe”- Demo investieren!
Dann hat er auch was davon.

Wie versprochen hier nun der 2. Teil zum Thema “Webcomics&Knete”.
Was gibt es also noch an Möglichkeiten die eigenen Webcomickünste in Geld umzuwandeln?
3.) Spenden
In den Kommentaren bemerkte jemand, dass einige Webcomics einen “Donation”- Button auf ihrer Seite haben sowie bereits erwähnter Webcomic Sandra&Woo oder wie bei Templar, Arizona. Dessen Schöpferin hat gerade gesammelt, um die Druckkosten für ein Comicprojekt zusammenzukriegen. Wieviel das ist, könnt Ihr selbst lesen.:)
Über den Button kann man eine Spende per PayPal an den Zeichner entrichten. Sandra&Woo bietet dafür ein Wallpaper als Dankeschön, andere Zeichner verschicken Skizzen u.ä.
Es gab Diskussionen, ob man als Einzelperson in Deutschland überhaupt Spenden annehmen darf. Die Antwort lautet: Ja, darf man!
Allerdings darf man keine Spendenquittungen ausstellen und somit kann der Spender seinen Obulus auch nicht absetzen. Man sollte auch wissen, dass ein kleines “Dankeschön” wie z.B. ein Wallpaper rechtlich gesehen als “Gegenleistung” betrachtet wird, was angeblich den Sachbestand der Spende in Zweifel stellt.
Ob das Finanzamt sich aber jemals daran aufstösst, dass eine kleine Webcomicseite das macht, kann man sich ja in Ruhe durch den Kopf gehen lassen…
Ich wollte es nur mal gesagt haben;)
Einige Webcomicker bezweifeln, ob es professionell ist einen Donation-Button zu verwenden. Sicher, wenn man ein erfolgreicher Webcomic wie “Penny Arcade” ist, der den Lebensunterhalt mehrer Angestellter sichert, wird das irgendwann unglaubwürdig. Aber sonst?
Hier würde mich Eure Meinung interessieren. Was haltet Ihr von so einem Donation”- Button? Fändet Ihr das “unanständig”? Oder wäre das okay, wenn Ihr dafür z.B. ein Wallpaper bekommt? Oder würde es Euch überhaupt irgendwie stören?
4.) Ein eigener Online- Shop
Ebenfalls oft gesehen bei amerikanischen Webcomics ist ein Link zum eigenen Shop.
Dort kann man Merchandising rund um den Webcomic kaufen.
Ist man ein relativ frischer Webcomic lohnt es sich erst mal Produkte anzubieten, die nicht so aufwendig in der Herstellung sind. Es gibt die wunderbare Geschichte von Joscha Sauer (Nicht- Lustig), der vor einigen Jahren die Idee grossartig fand aus seiner Yeti- Cartoonfigur Wärmflaschen zu machen. Daraus wurde nichts und er sass auf Tausenden von bestellten Wärmflaschen fest. Das Trauma hat er dann in Cartoons verarbeitet.
Inzwischen hat er die Idee doch noch verwirklicht und wie man sieht, sind die Flaschen wirklich schön geworden.
Also, träumt erst mal nicht von lebensgrossen Plüschfiguren, sondern konzentriert Euch lieber auf nicht so kostenintensive Produkte, wie z.B.:
- qualitativ hochwertige Drucke einzelner Strips oder anderer Einzelmotive. In Eurer Stadt gibt es bestimmt einen Drucker/ Copy Shop, der auch auf starkem Papier (ab 200 g) schöne Farbdrucke anfertigt.
- Buttons: Ein immer noch sehr geschätzter Retro- Trend, der auch bei Nichtcomiclesern gut ankommt. Wer nicht selber eine Button- Maschine hat, dem kann ich aus persönlicher Erfahrung die Floss Bros. empfehlen. Die sind sehr schnell, zuverlässig und machen echt schöne Buttons.
- Postkarten, Aufkleber, Flyer, Minicomics: Sämtliche Druckprodukte habe ich bisher bei dem billigsten aller Anbieter drucken lassen, nämlich Flyeralarm und war sehr zufrieden. Der einzige Nachteil ist, dass die Auflagen dort relativ gross sind. 250 Flyer, die Ihr umsonst verteilt, gehen schnell weg. Aber 250 Minicomics?
Das müsst Ihr selber einschätzen, ansonsten ist der Copy- Shop nebenan vielleicht doch die bessere Lösung.
Bei einem Online- Shop gibt es allerdings einen Haken. Und zwar muss man dafür in Deutschland ein Gewerbe anmelden. Egal, wieviel Ihr an Profit erwartet. Sobald eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, muss man sich beim Gewerbe- und Finanzamt melden.
Und hier wirds etwas komplizierter.
Wenn Ihr unter den sog. “freien Berufen” als Künstler bei der Künstlersozialkasse gemeldet seid und auch nur im geringen Ausmaß gewerblich tätig werdet, riskiert Ihr Eure Stellung bei der KSK zu verlieren. Und das wäre ein hoher Preis.
Man kann allerdings getrennt davon ein Gewerbe anmelden und stellt diesem Gewerbe Eure eigene künstlerische Leistung in Rechnung. Man muss nur aufpassen, dass sich da nichts vermischt.
Oder jemand anderes meldet für Euch ein Gewerbe an (wie in meinem Fall).:)
Ob man diesen Aufwand eingehen möchte, bleibt wohl jedem selbst überlassen, aber da ich schon Schweissausbrüche kriege, wenn ich zwei Stationen schwarz fahre, war das für mich die bessere Lösung.
Jetzt stellt sich nur noch die Frage, WO und WIE man seine Produkte anbietet.
Ich verwende DaWanda, einem Marktplatz für “Selbstgemachtes& Unikate”. Dort kann man sich seinen eigenen kleinen Shop zurechtbasteln und mehrere Produkte einstellen. Wie die meisten Dinge auf der Welt, ist das natürlich auch nicht umsonst.
So sehen die Gebühren aus: Für jeden eingestellten Artikel mit einem Preis von bis zu 10 Euro bezahlt man 0,10 €. Dafür läuft das Angebot 120 Tage. Danach kann man zum selben Preis verlängern. Bei Verkauf eines Artikels bekommt DaWanda eine Provision von 5% vom Verkaufspreis.
Es gibt natürlich noch andere Plattformen im Web.
Bei Spreadshirt kann man sich bekannterweise nicht nur T-Shirts, sondern auch andere Bekleidungsstücke (hey ein Tanga-Slip mit Butterblume- Motiv!), Tassen usw. on demand herstellen lassen. Mich hat dabei aber immer der hohe Verkaufspreis abgeschreckt.
23 € für ein simples Herren-Shirt und 14 € für eine Tasse sind ein stolzer Preis.
Eine weitere Möglichkeit ist ein eigenes Online- Shop- System anzumieten oder zu kaufen.
Bei 1&1 kostet es z.B. rund 7 € pro Monat (nach 6 Monaten 15 €). Für meine Zwecke leider zu teuer.
Man kann sich natürlich auch selber ein einfaches Bestellformular bauen wie Kollege Spong zum Beispiel…Oder lässt es sich bauen, wenn man selber kein HTML, PHP o.ä. beherrscht.
Bis jetzt habe ich noch nicht viel Werbung für meinen kleinen Shop gemacht und es gibt auch noch nicht sooo viele Artikel, da ich klein anfangen wollte.
Aber ich hatte schon ein paar Verkäufe, die mich sehr glücklich gemacht haben.
Sicherlich ist es noch zu früh für eine ehrliche Bilanz, da mein Shop ja erst seit ein paar Wochen online ist. Aber mir macht es Spaß und ich finde es nicht zu aufwendig. Denkt Euch auch eigene Aktionen aus, wie z.B. Drucke mit Festtagsmotiven oder individuelle Gratis- Skizzen für die Besteller. Individualisierte Artikel sind in jedem Fall immer ein Pluspunkt.
Ansonsten, fragt mich in einem Jahr noch mal wies so läuft…:)
Mein Fazit zu Online- Shops: Wenn man die kleinen Mühen in Kauf nimmt und nicht gleich auf die Finanzierung eines Sportwagens abzielt, kann es durchaus Spaß machen. Es mögen anfänglich Peanuts sein, aber mit etwas Geduld können auch durchaus Gewinne erzielt werden.
Da mein Eintrag doch sehr lang geworden ist, wird es den letzten Teil zum Thema “Comic- Messen” später geben… Bis dann!
Wenn ich auf das Datum meines ersten Ponyhof- Strips schaue, sehe ich, dass es jetzt fast ein Jahr her ist, seitdem ich beschlossen habe meinen eigenen Webcomic zu starten.
Zeit sich einem Thema zu widmen, was vielen Webcomic-Kollegen unter den Nägeln brennt.
Lässt sich mit einem Webcomic in Deutschland Geld verdienen?
Um es direkt mal zu beantworten: Ich weiß es nicht!
Ich kann nicht für die anderen Webcomicmacher sprechen, die teilweise ganz andere Modelle haben, wie z.B. David Boller mit Zampano, der ein Webcomic- Magazin mit mehreren Comics betreibt oder Arne Schulenberg, der auf Union der Helden einen Fotocomic präsentiert oder auch Kollege David Malambré, der auf seiner Demolitionsquad- Seite neben dem Comic noch Podcasts und Besprechungen rund zum Thema Videospiele anbietet.
Es gibt so viele unterschiedliche Modelle wie es unterschiedliche Comics gibt und ich kann in diesem Fall nur von meinen Erfahrungen berichten.
Zuerst möchte ich die Frage beantworten: Warum will ich eigentlich mit meinem Webcomic Geld machen? Klingt erst mal nach einer simplen Frage, aber ich möchte sie trotzdem so eindeutig wie möglich klären.
Bei mir ist der Grund folgender: Ich möchte den Webcomic weitermachen. Ich möchte das machen, was ich am Liebsten mache und alberne Tiere zeichnen und gute Geschichten erzählen. Dazu braucht man Zeit. Und Geld. Ich habe meine Illustrationsjobs bis auf einen reduziert im letzten Jahr, komme damit noch über die Runden und widme ca. 70% meiner Arbeitszeit dem Ponyhof. Ich will hier gar nicht anfangen solche Worte wie “Existenzminimum” o.ä. zu gebrauchen, denn die Situation habe ich mir ja selber so ausgesucht. Also, no jammering around! Ich erwarte keinen Gewinn, aber ich würde mich sicherlich nicht beschweren, wenn der Ponyhof eines Tages tatsächlich etwas abwirft.
Also, was für Möglichkeiten gibt es für Webcomicmacher ihre kreativen Früchte zu Geld zu machen?
1.) Stichwort Werbeplätze
Wie Ihr seht, benutze ich auf meiner Seite sowohl Project Wonderful, als auch Google Ads. Die beiden System funktionieren unterschiedlich. Während bei Google Ads einfach Werbepartner Werbeplätze kaufen, werden die Werbeplätze bei Project Wonderful an den Meistbietenden verkauft. Ich persönlich habe schon Summen in dreistelliger Höhe für das Bewerben meines Comics durch Project Wonderful ausgegeben. Und das funktioniert sehr gut. Ich habe dadurch einige bleibende Leser gefunden. Idealerweise sollte es so laufen, dass die Einnahmen durch meine vergebenen PW- Werbeplätze die Ausgaben decken. Ich kenne Leute bei denen das funktioniert. Allerdings wohnen die in den USA. Seit kurzem hat Project Wonderful ein sogenanntes Geotargeting eingeführt, was die Werbeplätze noch mal in verschiedene Regionen unterteilt (USA, Kanada, Europa und Rest der Welt). Dadurch gebe ich persönlich etwas weniger für Werbung aus (weil sie gezielter ist), nehme aber auch deutlich weniger ein.
Google Ads betreibe ich jetzt seit Mitte November und bin derzeit bei ca. 16 Euro Einnahmen. Ab 70 Euro gibt es eine Auszahlung und danach werde ich diesen Versuch auch beenden. Ich denke nicht, dass diese Peanuts rechtfertigen, dass die Augen meiner Leser die 5000. Anzeige einer illustren Partnerbörsen ertragen müssen. Ich werde danach mal versuchen gezielt nach passenden Werbepartnern zu suchen, denen ich einen selbstgestalteten Bannerplatz anbiete.
Mein Fazit zu Werbeplätzen: Wenn man keine Seite mit einer sehr hohen Besucherzahl ist, lohnt sich der Aufwand kaum.
2. ) Premium Content
Aufmerksamen Betrachtern ist es vielleicht aufgefallen, dass ich vor einer Weile das Premium Content – Widget von der Seite genommen habe. Dadurch war es möglich exklusive Inhalte (Extracomics, Making Ofs, Skizzen usw.) vom Ponyhof gegen einen kleinen Betrag zu abonnieren. Anbieter dieses Services ist das amerikanische Unternehmen Assetbar. Nun ist es so, dass ich weder genügend Zeit noch genügend Material hatte, das ich regelmäßig dort posten konnte. Ausserdem war Assetbar öfters mal nicht erreichbar . So, jetzt habe ich ca. 20 Dollar eingenommen, die ich gerne abheben würde. Und Schock, was sehe ich? Um da dran zu kommen, muss man für die amerikanische Steuerbehörde das Formular W- 8BEN Certificate of Foreign Status of Beneficial Owner for United States Tax Withholding ausfüllen und mitsamt einer Kopie des Ausweises an Assetbar schicken. Tja, hätte ich mal früher draufschauen sollen was? Ehrlich gesagt, ich kann das Formular nicht ausfüllen, ich bin nicht sooo ahnungslos, was Steuern&Co. angeht, aber DAS ist echt zu kompliziert für mich.
Es gibt Webcomics wie z.B. das wunderschöne Sandra und Woo, das bei einer kleinen Spende durch Paypal Wallpaper als Dankeschön zur Verfügung stellt. Auch eine Art kleiner Premium Content, nur wesentlich weniger kompliziert für beide Seiten.:)
Mein Fazit zu Premium Content bei Assetbar: Wenn Ihr regelmäßig Inhalte liefern könnt und wenn Ihr einen schlauen Amerikaner kennt, der Euch das Formular ausfüllt, könnte es durchaus mehr bringen als Werbeplätze.
Das war der erste Teil meines Kunst&Kommerz- Blogeintrags.:)
Nächste Woche widme ich mich noch den Punkten Online- Shops, Messeverkäufen und Printveröffentlichungen…
Die Zeichner vom Rhein als Gäste auf der RUNEKO in Solingen:
Sarah Burrini (Das Leben ist kein Ponyhof), David Malambré (demolitionsquad.de, SpacePutze) und Peter Schaaff (Dämonika) verkaufen und signieren ihre Werke. Neben Comics, Originalen und exklusiven Drucken veranstalten die Zeichner vom Rhein ein Get- A- Pokémon: Hol Dir Dein
liebstes Hosentaschenmonster als Unikat für die heimische Wand.
Mein exklusiver Print ist übrigens ein kleines debiles SAILOR-PONY!!! Eventuell kommt es danach auch noch in den DaWanda- Shop als Grusskarte.:)
Hallo knallo!
Aufgrund meiner Teilnahme am UK Mini&Webcomix Thing in London und am Stumptown Comics Fest in Portland habe ich beschlossen einen kleinen englischen Minicomic drucken zu lassen.
Der wird 24 Seiten haben, 14,8 x 14,8 cm und in Farbe!:)
Da er er so klein ist, habe ich mich für ein weniger detailreiches Cover entschieden. Kenner der Beatles werden sich vielleicht zurecht an ein bestimmtes LP- Cover erinnert fühlen. ![]()
Jetzt brauche ich nur noch ein Backcover. Irgendwelche Ideen für Text/Bild?
…Psst, ich wollte nur kurz sagen: Heute habe ich einen kleinen Gaststrip gemacht für den legendären Fotowebcomic Union der Helden.
Mit einem ganz neuen Superhelden! Nur so als Hinweis!…:)
