Schlagwort: Kino

Supersatt

Hi,

heute gibt’s eine kleine Beichte… Ich bin satt. Schon länger. Und zwar, was Comic-Verfilmungen angeht. Ich werde oft drauf angesprochen, nach meiner Meinung gefragt und zum gemeinsamen Kinobesuch eingeladen, alles von netten Menschen, die davon ausgehen, dass ich als Comiczeichnerin auch auf die Verfilmung von Comics stehe.

Nicht ungewöhnlich, es ist ja auch naheliegend. Und ich habe tatsächlich auch Spaß an manchen filmischen Umsetzungen. Bei Into The Spiderverse war ich zuletzt zum Beispiel total begeistert. Aber die meisten Verfilmungen, besonders die Superheldenverfilmungen sind mir einfach… egal. Kein Hassgefühl, kein Hype und ich möchte Euch auch kein schlechtes Gefühl geben, wenn Ihr Spaß im Kino habt. Ich persönlich fühle mich einfach nur übersättigt von der Schwemme an Superheldenverfilmungen, Netflixadaptionen usw. und möchte mir nichts mehr anschauen, was mir schon vom ersten Eindruck her wie ein “more of the same” vorkommt, bloss, weil es angeblich irgendwas mit Comics zu tun hat… Nutella esse ich ja auch seit Jahren schon nicht mehr. Dafür habe ich viele kleine Nussnougatcreme-Marken entdeckt von denen Einem genauso schlecht werden kann. :D

Und mit diesem Geständnis lasse ich Euch jetzt mal allein und wünsche Euch noch eine schöne Woche!

Furry Road

Hey Kinners!

Neeeein, ich hab Mad Max: Fury Road immer noch nicht gesehen, aber ich habe jetzt tatsächlich in Köln eine Vorstellung in 2D und OV gefunden, bei der ich nicht vorher blutige Opfergaben bieten musste, weil es keine Platzkarten gibt o.ä. Bin schon sehr gespannt.

Derweil passieren spannende Dinge im Webcomicwunderwald. Mein lieber Kollege und Freund Mario, den viele schon von seinem bisherigen Webcomic Katzenfuttergeleespritzer kennen, startet einen neuen Comic!

Der wird heissen Ordnung oder The Order Of Things und wird ein Langformcomic, der sich mithilfe von Patreon finanzieren soll. Dabei erscheint er für jeden kostenlos lesbar, bietet aber jede Menge Extras für den Patreon-Unterstützer.

Ich bin tatsächlich sehr gespannt darauf, da das Internet momentan eine der wenigen Orte ist, wo fiktionale Comics aus Deutschland vorangetrieben werden. Aktuell tendiert der Trend bei den grösseren Verlagen (Indies mal aussen vor) immer weiter zu Adaptionen, Historienstoffen und Biographien, ganz einfach weil die sich im Buchhandel besser präsentieren und verkaufen lassen.

Natürlich gibt es in dem Bereich jede Menge interessanter und lesenswerter Stoffe. Ich hoffe nur, dass es nicht zu einer Art “Monokultur” kommt in denen deutsche Comics ein Beiwerk werden, was nur im Zusammenhang mit anderen medialen Anknüpfpunkten funktioniert.

Da draussen gibt es unzählig viele eigenständige fiktionale Stoffe, die erzählt und gezeichnet werden wollen in welcher Erzähl- und Zeichenart auch immer. Und ich glaube auch daran, dass sie gelesen werden wollen. Natürlich kenne ich auch die Skepsis, was viele deutsche Genrestoffe und ihre Umsetzung angeht. Sobald ich aus meiner kleinen wohlgesonnenen Comicszene- “Filterbubble” aussteige, treffe ich öfters auf Leser, die die Qualität deutscher Genrecomics kritisieren. Ich kann das nicht beurteilen, dazu bin ich zu subjektiv, sehe aber dass deutsche Genrecomics im internationalen Vergleich mit z.B. den USA, Frankreich, Japan etc. nicht viel Tradition in dem Bereich haben.

Um das zu ändern, muss man diesen Bereich fördern. Und da ich solche Stoffe lesen will, möchte ich Mario (und viele andere, die ich nur nicht nenne, weil ich sonst heute vor Verlinken nicht mehr ins Bett käme ) bei seinem Comic motivieren. Ich finde die Prämisse klingt spannend und ich möchte “deutsche Fiction” unterstützen.

Vielleicht wollt Ihr das ja auch. Insofern erstmal: Viel Spaß beim Lesen! :)
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Psst

Bevor ein Aufschrei durch die Leserschaft fährt, möchte ich anmerken, dass ich noch nie mein Handy während eines Kinofilms benutzt habe und ich habe auch nicht vor es zu tun. Pfui, ganz böse! Was Brieftauben angeht, würde ich vor meiner Aussage gerne vorher einen Anwalt konsultieren. :)mich

Wer mich auf den sozialen Netzwerken verfolgt, kennt das untenstehende Bild vielleicht bereits. Zur Komplettierung poste ich auch hier die Gastillustration, die ich für den zweiten Band von Malcolm Max des Kollegen Ingo Römling machen durfte. Auch wenn der toughen Halbvampirin Charisma im Comic eher übel wird vom Blutsaugen, wollte ich ihr das Vergnügen in meiner Interpretation mal gönnen. Wer den ersten Band von Malcolm Max noch nicht kennt, dem lege ich ich ihn hiermit wärmstens ans Herz. Ingos Zeichnungen sind atemberaubend, die Geschichte ist für mich eine Mischung aus alten Hammerfilmen und klassischen Bastei-Heftchen. Mich hat sie sehr amüsiert und ich freue mich eine Gastillustration beisteuern zu dürfen.

Und hiermit wünsche ich Euch noch ein schönes Fastwochenende. :)

Malcolm Max Gastillu

Der alltägliche Luxus

Hallo Ihr Osterglöckchen!

Hier in Köln gibt es die Astor Filmlounge, ein wirklich ganz tolles Luxuskino, in das ich wirklich nur gehen kann, wenn der Rubel rollt. Aber da gibt’s Fusshocker, Freigetränk und niemanden, der rumpöbelt, ausser mir selbst. Dafür kann ich es mir auch nur einmal im Jahr leisten, aber das ist es mir wert.

Im Kino war ich zwar nicht in den letzten Wochen, dafür habe ich natürlich Comics gelesen. Unterhaltsam fand ich zum Beispiel “Das Cape von Joe
Hill (Autor), Jason Ciaramella (Autor) und  Zach Howard (Autor) nach einer Kurzgeschichte von Joe Hill (Locke&Key). Dabei geht’s um die Geschichte eines Jungen, dessen Leben sich durch die Kräfte seines magischen Umhangs verändert. Es geht etwas in die Richtung Chronicle und spielt mit der Prämisse “Was wäre, wenn ich Superheldenkräfte hätte”. Ich fand den Comic sehr kurzweilig, aber ich bin eh mehr Fan von “One-Shots” oder Serien, die einen Schluss haben, als von Superheldenserien, die jahrzehntelang vor sich hinmäandern.

So, und jetzt bereite ich mich mental schon mal auf morgen vor. Da werde ich nämlich zum ersten Mal meiner Tätigkeit als Co-Moderatorin nachkommen, und zwar beim heißgeliebten Megamagisch-Podcast. Ich werde die Folge natürlich hier auf der Seite verlinken, sobald sie online ist. Ich freu mich schon drauf! :)

Kinoerlebnis

… Bevor Ihr fragt, NEIN, ich hab mir Resident Evil nicht angeschaut. Nicht den neuen Teil und auch nicht alle anderen. Irgendwie hab ich da nicht so viel von gehört, was mir gefallen könnte.

Der einzige 3D Film, den ich bis jetzt gesehen habe, war vor einigen Jahren Beowulf, den ich gar nicht mal so gut fand (ich hatte eine Freikarte) und seitdem habe ich mich nicht mehr reingetraut. Im Nachhinein wäre Avatar vielleicht ein 3D- Erlebnis wert gewesen (ich hab ihn in 2D gesehen), aber sonst… Das ist mir spontan bei meinem Comiczeichner- Gehalt leider oft zu teuer…

Der Cinedom überträgt in Köln jetzt ein Fanta 4- Konzert in 3D zum LIVE miterleben für 23 Euro! Für denselben Preis gehe ich quasi selbst zum Dendemann- Konzert im Oktober…

Gibt es einen Film, den Ihr mir als 3D- Muffel empfehlen würdet? Wo es sich wegen des Effekts wirklich lohnt, den nicht nur in 2D zu sehen (ausser Avatar)?